Smart Retail – für die Zukunft gewappnet dank intelligenter Tech-Infrastruktur

Der stationäre Handel der Zukunft überlässt nichts mehr dem Zufall. Datengetriebene Store-Optimierung durch Einsatz von smarter Gebäudetechnologie wird mehr und mehr zur unausweichlichen Realität des Einzelhandels, um im Wettbewerb auf lange Sicht profitabel zu bleiben.

Der vernetzte Store bildet hierbei die Grundlage der smarten Filiale, die es erlaubt, optimal auf Kundenbedürfnisse einzugehen und zu reagieren. Mit Hilfe von Sensoren, WLan, Kameras und Co. sowie entsprechender Data-Analytics Software können Kundendaten permanent gesammelt, analysiert und ausgewertet werden. Einer Deloitte Erhebung zufolge stieg die weltweite Anzahl der sog. Internet-of-Things (IoT) Sensoren in den letzten 4 Jahren im gewerblichen Immobilienbereich kontinuierlich von 71 auf 790 Mio. an.

Die Technologie verbessert Besucherfluss und steigert die Verweildauer in den Stores 

So lässt sich durch die Analyse von Bewegungsprofilen das Geschäftslayout optimieren, was wiederum zu einer Maximierung des Umsatzes führt. Laut einer Studie des EHI Retail Institutes, in welcher 44 der bedeutendsten Filialisten Deutschlands befragt wurden, tracken und werten bereits 23% Kundenlaufwege in Stores aus und weitere 36% planen die Umsetzung in den nächsten zwei Jahren. Sogenannte Heat-Map Analysen ermöglichen die gezielte Gestaltung des Stores und die intelligente Ausrichtung der Produkte. Nach Anpassungen des Product-Placements verbessert sich der Besucherfluss sowie das Besuchserlebnis womit die Verweildauer in den Stores verlängert wird. 

Das richtige Licht, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Die Verweildauer im Laden kann ebenfalls durch Human-Centric-Lighting (HCL) gesteigert werden.Laut einer Studie von Oktalite, die über 10 Monate in zwei Edeka-Häusern durchgeführt wurde, bewirkte der Einsatz von HCL eine Steigerung des Umsatzes in allen Bereichen von insgesamt knapp 17%. Hierbei spielen nicht nur die optimalere Ausleuchtung von Produkten und daraus resultierende höhere Verkaufszahlen, sondern auch die Produktivitätssteigerung und Freundlichkeit der Mitarbeiter, durch individuell verbesserte Lichtqualität, eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt bevorzugen Besucher den HCL-Markt aufgrund der positiven Atmosphäre und dem besonders guten Service.

Neben dem Einsatz von intelligenter Lichttechnologie lassen sich auch andere Bereiche hinter den Ladenkulissen nachhaltig durch ein smartes vernetztes Gebäude optimieren. So können im Lager z.B. auf Basis der ausgewerteten Kundenanalysen und Kassendaten Bestellungen automatisch ausgelöst und Lieferketten optimiert werden.

Interaktion zwischen Kunden und Mitarbeiter lassen sich mit smartengine optimieren

Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass eine Navigation in einem Geschäft hilft, den Weg zur Kaufquote zu erhöhen. 34% der in der EHI Studie befragten Einzelhändler planen oder nutzen bereits das Angebot, Kunden über ein Smartphone eine Instore-Navigation zu ermöglichen. Diese Lösungen verbessern nicht nur das Einkaufserlebnis der Kunden, sondern auch die Besucherfrequenz und die Konversionsraten, wodurch eine leistungsstarke Einkaufsumgebung entsteht.

Zusätzlich lässt sich auch die Interaktion zwischen Kunden und Mitarbeiter optimieren. Die Auswertung von Kundendaten ermöglicht Mitarbeitern ein besseres und individuelleres Beratungsgespräch, was potentiell zu einer Erhöhung der Umsatzquote führt. Neben der Leistungssteigerung dank individueller Kundenberatung spielt auch der Blick auf die Kostenseite der Filiale eine große Rolle.

So kann die Fläche optimal und effizient betrieben werden, indem z.B. mit Hilfe von Sensortechnologie, Temperatur, Luftqualität und die tatsächliche Flächennutzung erfasst und direkt an die Steuerung zur Regelung weitergeleitet werden.

Einer Erhebung der ROM Technik zufolge können in einem 10.000 m² Büro je nach Energiepreis zwischen 27.000€ – 39.000€ an Betriebskosten sowie ca. 86t CO2-Emissionen pro Jahr durch den intelligenten Betrieb eines Gebäudes eingespart werden.

Die smartengine-Technologie gibt Immobilien “Sinnesorgane” und wird zum Nervensystem für Gebäude

In welchem Ausmaß sich die Entwicklung und der Einsatz von Smart Retail Technologien auf die Profitabilität, Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität des Handels auswirken werden, wird sich bereits in kurzer Zeit zeigen. Fakt ist, dass Digitalisierung auch immer bedeutet, Bereiche miteinander zu verknüpfen und geschlossene Kreisläufe aufzubrechen. Übertragen auf den Handel bedeutet das die systematische Verbindung des Online-Handels mit dem stationären Geschäft; Kunden sowohl in die Läden, als auf die Onlineplattformen zu ziehen und gegenseitige Synergien zu nutzen um den Sektor neu zu formieren und zu stärken. Sicher ist ebenso, die Anzahl an Möglichkeiten und Technologien zur stetigen Optimierung des Handels in den Bereichen vor- und hinter der Ladentheke, im Service und im Logistikbereich, sowie für die Customer Experience sind gigantisch und besitzen großes Potential. Ihr Einsatz ist unausweichlich für die, die wettbewerbsfähig bleiben möchten.

Um sich in der Zukunft ein Stück des Kuchens abschneiden zu können, müssen Retailer also schon heute ihr Geschäftsmodell anpassen, offen sein für Veränderungen und mit Smart Retail Technologien die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Die Grundlage, die die oben beschriebenen Use Cases eines Smart Stores ermöglicht, liegt in der Tech-Infrastruktur von wtec.

Die von ihr produzierte smartengine bietet ein multifunktionales und feinmaschiges Netzwerk aus Sensoren, die mit Leuchten gekoppelt sind und über einfache Datenkabel mit Gleichstrom versorgt werden. Als hochsensible “Sinnesorgane” von Immobilien liefern diese Sensoren Eigentümern, Betreibern, Mietern sowie Nutzern historische und Echtzeit-Informationen in einzigartiger Qualität und maximaler Verfügbarkeit. Auf dieser Daten-Basis sind neben der intelligenten Steuerung der Beleuchtung zahlreiche Anwendungen zur Gebäudeoptimierung möglich. Zum Beispiel Analysen der Flächenbelegung oder die nutzungsabhängige Steuerung der Gebäudetechnik mit Einsparpotenzialen von bis zu 40% der Nebenkosten. Über seine offene Schnittstelle (API, BACNet) kann smartengine anderen Anwendungen und der Gebäudetechnik Daten bereitstellen und wird so zum “zentralen Nervensystem” für das intelligente Gebäude. Gleichzeitig erfüllt die Technologie höchste Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen und speichert Daten ausschließlich lokal.

Schon heute könnten viele der oben genannten Möglichkeiten, insbesondere die Bewegungsanalyse, HCL als auch die Einsparung von Betriebskosten von knapp 40% durch eine smartengine realisiert werden. So hat etwa einer der größten inhabergeführten REWE-Märkte in der Rhein-Main Region viele dieser Möglichkeiten wahr werden lassen, um sich an der Spitze der Innovation im Offlinehandel positionieren.

Hier finden Sie mehr Informationen und konkrete Use Cases